Die Streetfotografie gehört vielleicht zur "aktuellsten" Form der Fotografie, wenn man das so sagen kann. Sie ist die Naturkosmetik der Fotografie, rein, echt, unverfälscht - und ohne Konservierungsstoffe. Vielleicht sind das alles Gründe, weshalb sie mir immer als ganz besonders berührend und intim erscheint und mich, trotz der wortwörtlich alltäglichen Motive, immer wieder fesselt. Der Fotograf Alejandro Gutierrez teilt wohl meine Begeisterung für diese Art der Fotografie und er ist es auch, dem ich meinen heutigen Artikel widme.

Wie so oft sind es die Muttis die uns zu den guten Dingen des Lebens führen. So auch bei Alejanro Gutierrez: Er bekam seine erste digitale Spiegelreflexkamera von seiner Mutter, eine Canon XS. Seit letztem Jahr ist nun die Canon T3i an seiner Seite um Nacht- und Streetszenerie festzuhalten, die er bevorzugt knipst. Ein Lieblingsmotiv hat er dabei nicht, viel mehr ist die Kamera ein rund-um-die-Uhr-Begleiter und er ein Mensch mit großer Anpassungsfähigkeit. Geh einfach raus und lass dich inspirieren.

Für Alejandro Gutierrez ist die Welt voll mit Inspirationen und möglichen Motiven. Der beste Tipp bei der Fotografie für ihn: "Leidenschaft!" Sie ist es auch, die ihn bei seiner Kunst antreibt. Ein gutes Bild ist für den gebürtigen Kolumbianer dabei eines, das, ganz klassisch, mehr zu sagen vermag als es 1.000 Worte tun könnten. "Es muss die Geschichte erzählen können und den Moment, den du festhalten wolltest." Dabei spielt die digitale Nachbearbeitung für den Fotografen eine eher untergeordnete Rolle. "Wenn ich ein wirklich gutes Foto geschossen habe, ist die Nachbearbeitung für mich nicht mehr so wichtig.", sagt er selbst und erklärt, bei der Postproduktion beschränkt er sich zumeist auf die Veränderung und Optimierung von Farben.

Ideen und Inspirationen holt sich der Fotograf nicht nur vom Leben vor der Haustür, sondern auch von anderen Künstlern über das Internet, durch Zeitschriften, Bücher und Magazine.

Author: Tanja Sim